06 May 2026, 16:31

FDP-Chef Höne zerpflückt Merz' Koalitionspolitik zum Jubiläum der schwarz-roten Regierung

Alte Karte von Deutschland aus dem 19. Jahrhundert, die politische Grenzen zeigt, auf Papier gedruckt mit Text oben und unten.

FDP-Chef Höne zerpflückt Merz' Koalitionspolitik zum Jubiläum der schwarz-roten Regierung

Henning Höne, Landesvorsitzender der FDP Nordrhein-Westfalen, hat Bundeskanzler Friedrich Merz zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition scharf kritisiert. In einem Interview mit ntv warf er Merz vor, marktwirtschaftliche Prinzipien zugunsten sozialdemokratischer Politik aufgegeben zu haben. Höne warnte zudem, dass die geplanten Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung die wirtschaftliche Erholung eher belasten als fördern würden.

Im Gespräch mit dem Nachrichtensender ntv bezeichnete Höne am Mittwoch Merz’ erstes Amtsjahr als „außerordentlich schwach“. Er forderte den Kanzler auf, mit der Klage aufzuhalten und stattdessen zur Selbstreflexion zu finden. Der FDP-Politiker behauptete zudem, die aktuelle Koalition sei weniger beliebt als die vorherige Ampelregierung am Ende ihrer Amtszeit gewesen.

Höne richtete seine Kritik insbesondere gegen die geplanten Änderungen bei der gesetzlichen Krankenversicherung, die seiner Meinung nach die Kosten für Arbeitnehmer und Unternehmen in die Höhe treiben würden. Die Wirtschaft nannte er das „größte Problemfeld“ des Landes und forderte schnellere Fortschritte bei stockenden Reformen. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der er sich auf seine Kandidatur für den FDP-Parteivorsitz beim Bundesparteitag Ende Mai vorbereitet.

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Die Aussagen unterstreichen die wachsenden Spannungen innerhalb der Koalition in der Wirtschaftspolitik. Hönes Bewerbung um den Parteivorsitz erhöht den Druck auf Merz, die Bedenken hinsichtlich des Regierungskurses anzugehen. Die Haltung der FDP könnte die Debatten im Vorfeld des Parteitags Ende Mai maßgeblich prägen.

Quelle