06 May 2026, 18:33

Wuppertaler Polizeistandort verkommt: Beamte kämpfen mit Schimmel und Schädlingen

Verlassenes Gebäude mit graffiti-bedeckten Wänden, sichtbarem Boden, freiliegenden Rohren und einer Tür im Hintergrund, das die städtische Verwahrlosung zeigt.

Wuppertaler Polizeistandort verkommt: Beamte kämpfen mit Schimmel und Schädlingen

Polizeistandort in Wuppertal verkommt – Beamte arbeiten unter gefährlichen Bedingungen

Ein wichtiger Polizeistandort in Wuppertal zerfällt zusehends, während Beamte unter immer riskanteren Umständen ihren Dienst verrichten. Trotz provisorischer Instandsetzungen halten Probleme wie Wasserschäden, Schimmelbefall und Schädlingsplagen an. Die Situation hat einen Streit über steigende Mieten und seit langem verschobene Mittel für dringend notwendige Sanierungen entfacht.

Das Gebäude in der Müngstener Straße, im Besitz der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB), beherbergt wichtige Einheiten wie die Taucherstaffel, die Diensthundeführer und die Bereitschaftspolizei. Doch die marode Infrastruktur zwingt die Beamten, mit Abwasserlecks umzugehen, die durch defekte Rohre verursacht werden, wie ein Vertreter der Polizeigewerkschaft berichtet.

Innenminister Herbert Reul hat zwar rund 1,1 Milliarden Euro für die Polizeiinfrastruktur bewilligt, doch die Gelder stehen erst ab 2030 zur Verfügung. Wuppertals Polizepräsident Markus Röhrl kritisiert, dass trotz laufender Instandhaltungsmaßnahmen kaum spürbare Fortschritte erzielt wurden. Gleichzeitig soll die aktuelle Jahresmiete von vier Millionen Euro nach der Sanierung auf 30 Millionen steigen – eine Summe, die Röhrl kategorisch ablehnt und die die Spannungen mit dem Landesbetrieb Bau und Immobilien weiter verschärft.

Oppositionspolitiker werfen dem Finanzminister vor, durch überhöhte Mieten Haushaltslücken ausgleichen zu wollen. Da keine kurzfristige Lösung in Sicht ist, müssen die Beamten weiterhin unter unsicheren Bedingungen arbeiten.

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Der Streit um Mieten und Sanierungen bleibt ungelöst, während die Wuppertaler Polizei mit sich verschlechternden Räumlichkeiten klarkommen muss. Ohne schnelles Eingreifen werden die wichtigen Einheiten am Standort weiter unter unzumutbaren Bedingungen arbeiten müssen. Aufgrund der verzögerten Mittelvergabe sind vor Ende des Jahrzehnts keine größeren Verbesserungen zu erwarten.

Quelle