Ford Köln baut fast 2.900 Stellen ab – Elektroflaute zwingt zum Schrumpfen
Marie-Theres SegebahnDer Schreckgespenst der Entlassungen verschwindet bei Ford - Ford Köln baut fast 2.900 Stellen ab – Elektroflaute zwingt zum Schrumpfen
Fords Werk in Köln hat im vergangenen Jahr fast 2.900 Stellen abgebaut – Teil einer umfassenden Verkleinerungsstrategie. Hintergrund sind die schwache Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und die Umstellung von zwei auf eine Produktionsschicht. Betriebsleitung und Arbeitnehmervertreter hatten das Ziel bereits im vergangenen Sommer vereinbart; die meisten Abgänge erfolgten freiwillig.
Noch 2019 beschäftigte das Werk rund 18.000 Mitarbeiter, doch die Belegschaft schrumpfte seither kontinuierlich. Im Januar 2024 strich Ford abrupt fast 1.000 Produktionsstellen – begründet mit der geringen Nachfrage nach seinen E-Modellen. Dieser Schritt allein führte zur Reduzierung von zwei auf nur noch eine Schicht.
Seither haben sich etwa 2.100 Beschäftigte für einen freiwilligen Austritt entschieden, während weitere 800 Arbeitsplätze an neue Investoren übergingen. Damit ist das vereinbarte Abbauziel von 2.900 Stellen erreicht. Durch die Veränderungen sinkt die Belegschaft nun auf unter 9.000 – zu Jahresbeginn waren es noch etwa 10.500 gewesen.
Ford konnte betriebsbedingte Kündigungen vermeiden, da sich genug Mitarbeiter für einen freiwilligen Abgang entschieden. Wie sich die Schichtumstellung auf die tägliche Produktionsmenge auswirkt, gab das Unternehmen nicht bekannt.
Mit den Stellenstreichungen verbleiben im Kölner Werk weniger als 9.000 Beschäftigte. Treibende Faktoren waren der Nachfrageeinbruch bei Elektroautos und die Neuorganisation der Schichtarbeit. Ford bestätigte, dass dank ausreichend freiwilliger Abgänge keine Zwangsentlassungen nötig waren.