Henkel trotzt Krisen: Stabile Nachfrage trotz steigender Kosten und schwacher Konjunktur
Marie-Theres SegebahnHenkel trotzt Krisen: Stabile Nachfrage trotz steigender Kosten und schwacher Konjunktur
Henkel verzeichnet stabile Nachfrage nach Haushaltsmarken trotz steigender Kosten und wirtschaftlicher Herausforderungen
Trotz wachsender Ausgaben und konjunktureller Belastungen bleibt die Nachfrage nach den Haushaltsprodukten des Konzerns stabil. Das für Marken wie Persil und Schwarzkopf bekannte Unternehmen meldete im ersten Halbjahr 2026 ein moderates globales Wachstum. Allerdings warnte der Vorstandsvorsitzende, dass weitere Verzögerungen bei Preisanpassungen die Gewinnmargen belasten könnten.
Zwischen Oktober 2025 und März 2026 stiegen die Umsätze von Henkel weltweit um etwa 2 bis 3 Prozent. Europa verzeichnete mit einem Plus von 5 Prozent den stärksten Anstieg – angetrieben durch eine hohe Nachfrage in Deutschland und Großbritannien. Nordamerika folgte mit einem Wachstum von 4 Prozent, während die Region Asien-Pazifik aufgrund der wirtschaftlichen Abkühlung in China um 1 Prozent zurückging.
Der Konzern beschäftigt rund 47.000 Mitarbeiter weltweit, doch weniger als ein Fünftel davon arbeitet in Deutschland. Steigende Ölpreise haben die Kosten für Rohstoffe, Logistik und Lieferketten in die Höhe getrieben, sodass Zulieferer die höheren Ausgaben an Henkel weitergeben. Um dies auszugleichen, setzt das Unternehmen auf die Hervorhebung der Produktvorteile, um Preisaufschläge gegenüber den Verbrauchern zu rechtfertigen.
Der Henkel-Chef betonte, wie wichtig schnelle Preisanpassungen seien, da anhaltende Verzögerungen die finanzielle Belastung verschärfen könnten. Gleichzeitig hofft der Konzern, dass sich der anhaltende Konflikt, der die globalen Märkte belastet, noch vor Jahresende abschwächt.
Henkel bleibt darauf fokussiert, die Kundentreue zu erhalten und gleichzeitig die gestiegenen Kosten zu bewältigen. Bei einem Umsatz von 20,5 Milliarden Euro im Jahr 2021 balanciert das Unternehmen zwischen Preisanpassungen und stabiler Nachfrage. Die nächsten Finanzberichte werden zeigen, ob diese Maßnahmen die operative Belastung verringern konnten.






