Jürgen Kleine-Frauns tritt als Lünens Bürgermeister nach zehn prägenden Jahren zurück
Leokadia MansJürgen Kleine-Frauns tritt als Lünens Bürgermeister nach zehn prägenden Jahren zurück
Jürgen Kleine-Frauns wird am 31. Oktober 2025 nach einem Jahrzehnt im Amt als Bürgermeister von Lünen zurücktreten. Seine Amtszeit stand im Zeichen der Modernisierung der Stadt, der Förderung des Ehrenamts und des Abbaus von Bürokratie. Er hinterlässt ein Erbe aus großen Projekten – von der Bildungspolitik bis zur städtischen Neugestaltung.
Kleine-Frauns übernahm 2015 das Amt und führte die Stadtverwaltung nach zwei grundlegenden Prinzipien: dem biblischen Aufruf "Suchet der Stadt Bestes" und dem Leitspruch von Salford "Das Wohl des Volkes ist das höchste Gesetz". Er positionierte die Verwaltung als Dienstleisterin und setzte auf pragmatische Lösungen statt auf überflüssige Vorschriften.
In seiner Amtszeit wurden wichtige Vorhaben umgesetzt, darunter der Ausbau von Schulen und Sporteinrichtungen, die Umgestaltung des Viktoria-Geländes sowie die vorangetriebene Stadtentwicklung. Besonders betonte er dabei den Wert ehrenamtlichen Engagements, das er als "unbezahlbar" und unersetzlich bezeichnete.
Im Laufe der Jahre leitete er 60 Ratssitzungen – insgesamt 260 Stunden –, eine Aufgabe, auf die er, wie er zugibt, nicht unbedingt zurückblicken wird. Für seinen Nachfolger hat er klare Ratschläge: Offenheit, Dialogbereitschaft und die Fähigkeit, auch unpopuläre Entscheidungen mit Standhaftigkeit zu treffen, seien entscheidend.
Als größte Herausforderungen für die kommende Amtszeit nennt er Modernisierung, Digitalisierung und den weiteren Abbau von Bürokratie. Seine Botschaft ist deutlich: "Starke Nerven und eine proaktive Haltung werden unverzichtbar sein."
Kleine-Frauns' zehnjährige Amtszeit prägte Lünen durch Infrastrukturprojekte und gemeinwohlorientierte Reformen. Sein Nachfolger übernimmt eine Stadt, die von seinem Dienstleistungsgedanken, der Wertschätzung für Ehrenamtliche und langfristiger Entwicklung geprägt ist. Der Wechsel markiert das Ende einer Ära für die Lünener Verwaltung.






