Köln streitet: Soll aus dem Spielplatz eine "Aktivitätsfläche" werden?
Annerose KensyKöln streitet: Soll aus dem Spielplatz eine "Aktivitätsfläche" werden?
In Köln wird derzeit diskutiert, ob Spielplätze in Spiel- und Aktivitätsflächen umbenannt werden sollen. Der Stadtrat wird das Thema auf seiner Sitzung am 4. September behandeln. Die Meinungen von Verantwortlichen und Anwohnern gehen dabei auseinander.
Vor zwei Jahren stimmte der Jugendhilfeausschuss einstimmig dafür, die Beschilderung zu ändern. Die Stadtverwaltung argumentiert, dass die rund 700 Flächen mit Spielgeräten nicht nur von Kindern, sondern auch von Jugendlichen genutzt werden. Der Begriff „Spielplatz“ spiegle diese vielfältige Nutzung ihrer Ansicht nach nicht ausreichend wider.
Bürgermeisterin Henriette Reker lehnt die Umbenennung ab. Sie hält die Änderung für unnötig und möchte die bisherigen Spielplatzschilder beibehalten. Einige Anwohner, darunter der Website-Redakteur Kristof Kien, teilen ihre kritische Haltung. Andere bestehen darauf, dass der neue Name den Zweck dieser Flächen besser beschreibt.
Der Stadtrat wird am 4. September endgültig entscheiden. Falls der Vorschlag angenommen wird, könnten die Schilder in ganz Köln aktualisiert werden, um die Nutzung durch verschiedene Altersgruppen widerzuspiegeln. Das Ergebnis wird zeigen, ob der Begriff „Spiel- und Aktivitätsfläche“ den traditionellen „Spielplatz“ stadtweit ersetzt.
