18 March 2026, 02:39

Mainzer Militärbäckerei wird 2026 zum lebendigen Kulturzentrum hundert11

Schwarzes und weißes Foto eines großen Saals mit Tischen, Stühlen, Säulen, Bögen und Kronleuchtern, beschriftet mit "Festival der Gesellschaft der Freunde, Berlin" unten.

Mainzer Militärbäckerei wird 2026 zum lebendigen Kulturzentrum hundert11

Historische Militärbäckerei in Mainz wird zum lebendigen Kulturzentrum

Das Gebäude in der Rheinallee 111, einst Standort einer preußischen Bäckerei aus dem 19. Jahrhundert, soll künftig als soziokulturelles Zentrum hundert11 neues Leben einhauchen. Die Wohnbau Mainz hat bereits Mieter für die Räumlichkeiten gewonnen; die Eröffnung ist für 2026 geplant.

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Der Ort blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: Ursprünglich als Kommissbrotbäckerei genutzt, versorgte sie preußische Truppen bis weit über den Zweiten Weltkrieg hinaus mit Brot. Vor Baubeginn förderten Archäologen Funde aus römischer, mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Epoche zutage. Doch auch die industrielle Architektur selbst besitzt städtebaulichen und sozialen Symbolwert für Mainz.

Norbert Schön, bekannt für Kulturprojekte wie schon schön und café blumen, übernimmt als geschäftsführender Gesellschafter die Leitung. Geplant sind eine Veranstaltungshalle für 600 Gäste, ein Club mit Platz für 400 Personen, ein zweistöckiges Restaurant sowie ein interaktiver Innenhof. Der Verein Kulturbäckerei bezieht die Obergeschosse und gestaltet auf 1.400 Quadratmetern einen kreativen Begegnungsraum.

Finanziell steht das Vorhaben auf solidem Fundament: Gefördert wird es von der Stadt Mainz, dem Land Rheinland-Pfalz und der bundesweiten Kulturstiftung. Die Initiatoren wollen Teilhabe, kulturelle Bildung und den Diskurs über gesellschaftliche Themen stärken. Das Zentrum soll als "offenes Wohnzimmer" für alle Bürger fungieren – eine Mischung aus Kunst, Musik, Gastronomie und Gemeinschaftsveranstaltungen.

Mit hundert11 erhält Mainz' militärisches Erbe eine zeitgemäße Neuinterpretation als Ort der Begegnung. Ab 2026 wird das Kulturzentrum ein Programm aus Aufführungen, kulinarischen Angeboten und partizipativen Formaten bieten. Stadtvertreter und Veranstalter erhoffen sich einen zentralen Anlaufpunkt für Künstler wie Anwohner gleichermaßen.

Quelle