Massive Proteste gegen geplante ICE-Strecke zwischen Hannover und Bielefeld
Marie-Theres SegebahnMassive Proteste gegen geplante ICE-Strecke zwischen Hannover und Bielefeld
Eine Petition gegen die geplante Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Hannover und Bielefeld stößt auf breite Unterstützung. Die unter dem Motto „Deutschlands Fahrplan überdenken“ geführte Kampagne hat bundesweit bereits rund 38.000 Unterschriften gesammelt. Darin wird ein Stopp für neue Schnellbahntrassen sowie eine Überprüfung der aktuellen Ausbaupläne im Schienenverkehr gefordert.
Initiiert wurde die Petition von der Bürgerinitiative Widuland, dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband in Ostwestfalen sowie regionalen Frauenverbänden. Gemeinsam brachten sie über 31.000 Unterschriften auf Papier und weitere 6.600 online zusammen.
Die geplante Strecke soll die Reisezeit zwischen Hannover und Bielefeld von derzeit 48 auf 31 Minuten verkürzen – ermöglicht durch zusätzliche Gleise und Zuggeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h. Bisher wurden zwölf mögliche Trassenverläufe vorgeschlagen.
Die Unterzeichner argumentieren, dass der Ausbau des bestehenden Netzes eine kostengünstigere und klimafreundlichere Alternative darstelle. Sie fordern die Bundesregierung auf, von neuen Hochgeschwindigkeitsprojekten Abstand zu nehmen und die Höchstgeschwindigkeiten im Zugverkehr bundesweit zu senken.
Die Kampagne spiegelt eine wachsende Skepsis gegenüber großen Bahninfrastrukturprojekten in Deutschland wider. Mit fast 38.000 Unterschriften unterstreicht die Petition die öffentlichen Bedenken hinsichtlich der ökologischen und finanziellen Folgen des Hochgeschwindigkeitsausbaus. Die Behörden werden die Forderungen nun im Rahmen der laufenden Verkehrsdebatten prüfen.
