13 March 2026, 18:36

Ramadan-Streit an NRW-Schule: Wie ein Kinderkonflikt zur medialen Debatte wurde

Eine Gruppe von Kindern sitzt an Tischen in einem Klassenzimmer in Pakistan, mit Büchern und Stiften in den Händen, mit einer Person im Hintergrund und einem büchergefüllten Schrank im Hintergrund und Fenstern an den Wänden.

Ramadan-Streit an NRW-Schule: Wie ein Kinderkonflikt zur medialen Debatte wurde

Ein Streit unter Zehnjährigen über das Fasten während des Ramadan hat an einer Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen eine Debatte ausgelöst. Der Konflikt begann in einer fünften Klasse, wo Schüler darüber stritten, ob es akzeptabel sei, während der Schulzeit zu essen, während einige Mitschüler den Ramadan einhielten.

Die Auseinandersetzung erhielt größere Aufmerksamkeit, nachdem die Bild-Zeitung sie als Konflikt über Migration und religiöse Rücksichtnahme darstellte – mit Schlagzeilen wie "Ramadan-Streit! Schülern wird heimliches Essen befohlen".

Der Streit war entbrannt, als einige Kinder infrage stellten, ob ihre Klassenkameraden vor fastenden muslimischen Schülern essen sollten. Die Schulleitung stellte später klar, dass es keine Vorschriften gebe, die nichtfastende Kinder verpflichten, ihr Essen zu verstecken. Die Bezirksregierung Düsseldorf bestätigte, dass es keine rechtliche Verpflichtung gebe, das Essen für diejenigen einzuschränken, die den Ramadan nicht begehen.

Die Schule reagierte mit einer Klassenratssitzung, um die Meinungsverschiedenheiten zu klären. Sowohl die Schule als auch lokale Behörden bezeichneten den Vorfall als typischen Kinderstreit. Man kündigte weitere Gespräche an, um die Kommunikation unter den Schülern zu verbessern.

Unterdessen veröffentlichte die Bild eine Folge-Schlagzeile "Ramadan-Streit! Wie die Schule jetzt zurückrudert" und suggerierte damit, die Schule habe ihre Haltung geändert. Allerdings gibt es in öffentlichen Quellen keine dokumentierte offizielle Stellungnahme der Schulbehörde Kleve zu den Vorwürfen oder zu zusätzlichen Maßnahmen.

Schule und regionale Verantwortliche betonen, dass es sich um einen ganz normalen Konflikt unter Kindern dieses Alters handle. Die Gespräche sollen fortgesetzt werden, mit Fokus auf eine klarere Verständigung zwischen den Schülern. Als Folge des Streits wurden weder formale Änderungen der Schulregeln noch disziplinarische Maßnahmen angekündigt.

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