25 March 2026, 06:32

Renault revolutioniert seine Batterie-Lieferkette mit Kreislaufwirtschaft und Blockchain

Liniengraph, der den Anstieg der Batterieelektrofahrzeugverkäufe in Australien zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Renault revolutioniert seine Batterie-Lieferkette mit Kreislaufwirtschaft und Blockchain

Renault baut seine Batterie-Lieferkette um, um Verzögerungen, Kosten und Komplexität zu bewältigen. Der Automobilhersteller behandelt Batterien nicht länger als Wegwerfteile, sondern als hochwertige Vermögenswerte. Mit Echtzeit-Tracking und einem Kreislaufmodell will das Unternehmen Fahrzeuge länger auf der Straße halten und Stillstandszeiten durch Batteriedefekte reduzieren.

Laut Israfil Beker, dem bei Renault für die Aftersales-EV-Lieferkette zuständigen Geschäftsführer, machen Batterien bis zu 30 Prozent des Gesamtwerts eines Fahrzeugs aus. Dennoch bleibt ihr Handling eine Herausforderung. Da sie als Gefahrgut eingestuft werden, unterliegen sie strengen Transportvorschriften, während sich die Regularien oft unvorhersehbar ändern – selbst innerhalb eines Landes wie Deutschland.

Kernstück von Renaults Lösung ist ein 360-Grad-Lieferkettenmodell, bei dem jeder Partner – von den Bergbauunternehmen bis zu den Recyclern – gleichzeitig als Zulieferer und Kunde agiert. Ziel ist es, Reparaturen zu beschleunigen und Materialien wiederzuverwenden. Eine auf Blockchain basierende Plattform, die in Zusammenarbeit mit IBM entwickelt wurde, verfolgt kritische Rohstoffe wie Kobalt und Lithium von der Förderung bis zum Recycling und garantiert so vollständige Rückverfolgbarkeit.

Das System behebt zudem ein zentrales Problem: Lücken in den Echtzeit-Daten. Bisher nutzten verschiedene Partner separate ERP-, WMS- und TMS-Systeme, was die Koordination erschwerte. Nun vereint Renaults Blockchain-Ansatz diese Ströme und vernetzt Händler, Reparaturzentren, Lager und Recyclingbetriebe.

Um Stillstandszeiten zu minimieren, hat Renault ein Batterie-Tauschprogramm eingeführt. Defekte Einheiten werden sofort ersetzt, während die Originalbatterie parallel repariert wird. Dadurch vermeidet das Unternehmen, dass Fahrzeuge wochenlang ungenutzt herumstehen – eine Verzögerung, die sich das Unternehmen nicht mehr leisten kann.

Zu den wichtigsten Partnern zählen Eramet im Bergbau, Veolia im Recycling und Gotion High-Tech in der Zellproduktion. Gemeinsam unterstützen sie Renaults Bestrebungen, bis 2026 eine vollständig kreislauforientierte Batteriewirtschaft aufzubauen.

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Die neue Strategie verkürzt Reparaturzeiten und reduziert Abfall, indem Batterien als wiederverwendbare Vermögenswerte behandelt werden. Renaults Blockchain-Plattform sichert die vollständige Rückverfolgbarkeit kritischer Mineralien, während das Tauschprogramm Fahrzeuge in Bewegung hält. Angesichts strengerer Vorschriften und hoher Kosten soll dieser Ansatz die EV-Lieferkette des Unternehmens widerstandsfähiger und effizienter machen.

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