Rettungskräfte fordern krisensicheres Breitbandnetz für Notfälle in Deutschland
Annerose KensyRettungskräfte fordern krisensicheres Breitbandnetz für Notfälle in Deutschland
Rettungskräfte in Deutschland fordern zuverlässigere Kommunikationssysteme
Während eines kürzlichen Stromausfalls in Berlin fielen die herkömmlichen Mobilfunknetze aus – doch das Digitale BOS-Funknetz blieb stabil. Nun betonen Behörden den dringenden Bedarf an einem modernisierten, krisensicheren Breitbandnetz für künftige Notfälle.
Auf dem „Blaulicht-Tag“ in Essen präsentierten Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, das Technische Hilfswerk (THW) und die Bundeswehr das aktuelle Digitale BOS-Funknetz. Die Vorstellung zeigte zwar dessen Stärken bei Sprach- und Kurzdatennachrichten auf, offenbarten aber auch eine entscheidende Schwachstelle: das Fehlen von Breitbandfähigkeiten für die moderne Notfallbewältigung.
Staatssekretärin Dr. Daniela Lesmeister unterstrich die Bedeutung der Kommunikation als „das A und O jedes Einsatzes“. Innenminister Herbert Reul aus Nordrhein-Westfalen pflichtete ihr bei und warnte: Ohne Kontrolle über dedizierte Frequenzen drohe den Rettungskräften der Verlust lebenswichtiger Kommunikationswege – mit möglicherweise tödlichen Folgen.
Als Lösung schlagen die Verantwortlichen ein autonomes Netz vor, das im UHF-Bereich zwischen 470 und 694 Megahertz arbeitet. Damit könnten Einsatzkräfte selbst bei Hochwasser, Großbränden oder flächendeckenden Stromausfällen weiterhin koordiniert handeln. Das Innenministerium Nordrhein-Westfalens treibt die Erweiterung des Digitalen BOS-Funknetzes im gesamten Bundesland voran.
Das bestehende System hat sich zwar für die Grundkommunikation bewährt, doch seine Grenzen sind offensichtlich: Ohne Breitbandausbau könnten Rettungskräfte in großflächigen Krisen an ihre Grenzen stoßen. Die Behörden arbeiten nun daran, ein eigenes, störungsfreies Netz zu sichern – um kritische Einsätze auch unter Extrembedingungen reibungslos aufrechterhalten zu können.






