17 March 2026, 18:38

Watzke kandidiert als BVB-Präsident: Vom Tuchel-Konflikt zur Versöhnung

Ein Fußballtrainer in einer Mütze spricht zu Spielern mit Helmen auf einem Feld mit Bäumen, Pfosten, Lichtern, Geländern, einem Torpfosten und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Watzke kandidiert als BVB-Präsident: Vom Tuchel-Konflikt zur Versöhnung

Hans-Joachim Watzke, der langjährige CEO von Borussia Dortmund, kandidiert nun für das Amt des Club-Präsidenten. Seine zwei Jahrzehnte an der Spitze des Vereins waren geprägt von Höhenflügen und Kontroversen – am bekanntesten ist wohl das angespannte Verhältnis zum damaligen Trainer Thomas Tuchel. Dieser Konflikt erreichte seinen Höhepunkt nach dem Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus 2017, eine Krise, die die Ausrichtung des Clubs nachhaltig veränderte.

Die Zusammenarbeit zwischen Watzke und Tuchel begann vielversprechend. Unter Tuchels Führung belegte Dortmund in den Spielzeiten 2015/16 und 2016/17 jeweils den zweiten Platz in der Bundesliga und gewann zudem den DFB-Pokal. Doch die Spannungen nahmen zu und gipfelten im April 2017 im Anschlag auf den Mannschaftsbus kurz vor einem Champions-League-Spiel.

Die Spieler waren tief erschüttert, doch bereits einen Tag später musste die Mannschaft im Viertelfinale gegen AS Monaco antreten – und erlitt eine deutliche Niederlage, die das Ausscheiden im Wettbewerb besiegelte. Watzke räumte später ein, mit den Folgen des Anschlags überfordert gewesen zu sein. Es gelang ihm nicht, einen konstruktiven Dialog mit Tuchel aufzubauen. Nur wenige Wochen später wurde der Trainer entlassen – eine Entscheidung, die Watzke heute mit Bedauern betrachtet und im Nachhinein anders bewerten würde.

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Jahre später haben die beiden ihren Frieden geschlossen. Watzke hat öffentlich eingestanden, während seiner Amtszeit Fehler gemacht zu haben, darunter auch das Kommunikationsversagen, das schließlich zu Tuchels Abgang führte. Ihre Beziehung ist heute vollständig repariert, womit eines der turbulentesten Kapitel der jüngeren Vereinsgeschichte abgeschlossen ist.

Watzkes Bewerbung um die Präsidentschaft erfolgt nach einer Karriere, die sowohl von Erfolgen als auch von Kontroversen geprägt war. Seine selbstkritische Aufarbeitung vergangener Fehler – insbesondere im Umgang mit Tuchels Entlassung – unterstreicht die Komplexität von Führung in Krisenzeiten. Der Verein blickt nun mit einer versöhnten Beziehung zwischen zwei seiner prägendsten Persönlichkeiten nach vorn.

Quelle