Willich kämpft mit 20-Millionen-Defizit bis 2025 – Steuererhöhungen und Stellenabbau folgen
Marie-Theres SegebahnWillich kämpft mit 20-Millionen-Defizit bis 2025 – Steuererhöhungen und Stellenabbau folgen
Die Stadt Willich steht unter wachsendem finanziellen Druck: Bis 2025 könnten die jährlichen Haushaltsdefizite auf rund 20 Millionen Euro ansteigen. Steigende Personalkosten und Energiekosten haben die Lage verschärft und zwingen die Verantwortlichen zu harten Maßnahmen. Ein im Jahr 2023 beschlossener Konsolidierungsplan zielt darauf ab, die Haushalte bis 2028 auszugleichen – doch darüber hinaus werden weitere Kürzungen und Einsparungen nötig sein.
Um das wachsende Defizit einzudämmen, hat Willich bereits bis 2024 50 Stellen abgebaut und neue Investitionen gestoppt. 2025 steigen die Grundsteuern um 15 Prozent, während Effizienzprogramme jährlich rund fünf Millionen Euro einsparen sollen. Trotz dieser Schritte warnte Bürgermeister Schrömbges, dass die Haushalte voraussichtlich bis mindestens 2030 im Minus bleiben werden. Kontinuierliche Anstrengungen seien daher unverzichtbar.
Bisher behält der Willicher Stadtrat die volle Kontrolle über die Haushaltsentscheidungen und konnte so eine Aufsicht durch übergeordnete Behörden vermeiden. Schrömbges betonte, wie wichtig es sei, diese Autonomie zu wahren, und verwies darauf, dass alle Ratsmitglieder die Ernsthaftigkeit der Lage anerkennen. Selbst umstrittene Themen wie die Finanzierung von Kitas wurden einstimmig beschlossen.
Für die Zukunft räumt die CDU ein, dass die anstehenden Beratungen schwierig werden dürften. Die Verabschiedung des Haushalts 2026 im April wird harte Abstimmungen erfordern, doch die Partei zeigt sich vorsichtig optimistisch.
Der Finanzierungsplan der Stadt setzt auf eine Mischung aus Ausgabenkürzungen, Steuererhöhungen und Effizienzsteigerungen. Zwar strebt die Konsolidierungsstrategie von 2023 einen ausgeglichenen Haushalt bis 2028 an, doch geben die Verantwortlichen zu, dass die Defizite noch Jahre anhalten werden. Langfristig sind weitere Anpassungen nötig, um die Finanzen Willichs zu stabilisieren.