21 February 2026, 11:11

Nordische Literaturtage feiern in Hamburg ein Comeback mit skandinavischem Flair

Ein altes Buch mit einer detaillierten Karte von Hamburg, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, begleitet von beschreibendem Text über die Stadt.

Nordische Literaturtage feiern in Hamburg ein Comeback mit skandinavischem Flair

Die Nordischen Literaturtage kehren zurück nach Hamburg – und bringen Schriftsteller:innen aus der gesamten Region zusammen. In diesem Jahr eröffnete die norwegische Autorin Linn Ullmann das Festival mit einer Lesung aus ihrem autofiktionalen Roman Mädchen, 1983. Das Programm vereint etablierte Namen mit neuen Stimmen, darunter Debüts finnischer und dänischer Autor:innen.

Das Festival startete am Dienstag mit einem Schwerpunkt auf patriarchalen Strukturen in der Literatur. Ullmanns Roman, auf Deutsch von Karen Köhler gelesen, gab den Ton für die folgenden Diskussionen vor. Die meisten Veranstaltungen vom 24. bis 27. November werden Lesungen in den Originalsprachen bieten – begleitet von deutschen Untertiteln.

Am Mittwoch gab die samische Schriftstellerin Kathrine Nedrejord ihr erstes Gastspiel bei den Literaturtagen. Parallel erkundeten an der HfbK Hamburg sechs Autor:innen, wie persönliche Biografien poetischen Ausdruck prägen. Ein eigener Programmpunkt widmete sich Island, moderiert von Pedro Gunnlaugur Garcia und Berit Glanz.

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Etablierte Stimmen wie Helle Helle und Katja Kettu teilten die Bühne mit Newcomer:innen: Susanna Hast aus Finnland und Cecilie Lind aus Dänemark feiern hier ihre Deutschlandpremieren und bereichern das Festival mit einer Mischung aus Erfahrung und frischem Talent.

Die Nordischen Literaturtage wurden 1986 ins Leben gerufen, ursprünglich zeitgleich zur jährlichen Buchhändlerkonferenz in Hamburg. Die diesjährige Ausgabe führt die Tradition fort, literarische Stimmen aus der Region in den Fokus zu rücken.

Bis zum 27. November bietet das Festival Lesungen, Diskussionen und poetische Reflexionen. Die meisten Werke werden in ihren Originalsprachen präsentiert, mit Übersetzungen für das deutsche Publikum. Ziel ist es, etablierte und aufstrebende Autor:innen zu vernetzen und Themen von persönlicher Geschichte bis zu gesellschaftlichen Strukturen zu erkunden.